#Fredi Bobic

Show notes

Fredi Bobic gehört zu den Persönlichkeiten im Fußball, deren Weg nie geradlinig verlief. Aufgewachsen in Stuttgart-Bad Cannstatt, geprägt vom Bolzplatz und von einer Familie, in der Arbeit und Zusammenhalt selbstverständlich waren, entwickelte er früh eine Haltung, die ihn bis heute begleitet: Verantwortung übernehmen, Widerstand aushalten und sich nichts schenken lassen.

Im Gespräch geht es um Fußball als Lebensschule – nicht als Abkürzung. Bobic spricht über Rückschläge, über Phasen des Zweifelns und über die Fähigkeit, nach Krisen wieder aufzustehen. Er beschreibt, warum mentale Stärke und Selbstführung entscheidend sind, sowohl auf dem Platz als auch in Führungspositionen.

Ein Schwerpunkt der Folge liegt auf seinem Menschenbild. Bobic erläutert, warum für ihn jeder Spieler zuerst Mensch ist, weshalb er zweite Chancen für essenziell hält – und wo für ihn dennoch klare Grenzen verlaufen. Führung bedeutet für ihn, zu fordern und gleichzeitig Verantwortung zu tragen, besonders dann, wenn es schwierig wird.

Neben seiner Spielerkarriere geht es um seine Zeit als Manager beim VfB Stuttgart, bei Eintracht Frankfurt und bei Hertha BSC – ebenso wie um seinen bewussten Schritt ins Ausland. Heute arbeitet Bobic als CEO von Legia Warschau und gestaltet dort nicht nur sportliche Entscheidungen, sondern auch Strukturen und Prozesse im Klub.

Der neue LEADERTALK-Podcast von Mounir Zitouni: Ein Gespräch über Herkunft, Haltung und Führung – und darüber, was Stabilität schafft, wenn der Druck wächst.

📌 Die Folge mit Fredi Bobic:

  • 00:00 - Begrüßung und Vorstellung
  • 05:04 - Der Fußball-Junge aus Halsschlag
  • 05:42 - Wieso Kevin-Prince Boateng ein super-Typ ist
  • 10:49 - Der Mensch im Mittelpunkt & der Umgang mit jungen Spielern
  • 19:17 - Leading by example
  • 24:08 - Harte Schale, weicher Kern
  • 26:48 - Abstand tut gut
  • 31:33 - Fußball ist nicht das Wichtigste
  • 32:57 - Wichtige Lehren bei den Bolton Wanderers
  • 37:57 - Belastende Phase in Berlin
  • 39:59 - Raus aus Deutschland
  • 43:30 - Abschied als Fußballer in Rijeka
  • 45:34 - Praktikum bei der DFL und der Weg nach Burgas
  • 50:20 - Dschungel in Stuttgart
  • 52:22 - Erfolgreich in Frankfurt
  • 57:44 - Schwierige Phase bei Legia Warschau
  • 1:00:26 - Zwei Wunsch-Gäste zum Dinner

Show transcript

00:00:00: Ich bin aufgewachsen im Stadtteil Halsschlag.

00:00:06: Und da musste ich mir schon vom ersten Tag an, weil Fußball meine große Passion war, auf dem Bolzplatz alles erkämpfen, jeden Tag.

00:00:15: Und das waren auch wirklich diese Betonböden, also richtig Bolzplatz.

00:00:22: ging da schon gut los und das ist glaube ich so ein bisschen auch die Basis von allem, das vergesse ich nie, auch in den Kindertagen, auch in den Jugendtagen, dass es nie einfach war als jemand, der nicht jetzt eiche Familie hatte, meine Eltern haben hart gearbeitet, wirklich hart gearbeitet jeden Tag auch und meine Schwester und mich, ja.

00:00:49: ein gutes Leben zu geben, dass sie auch geschafft haben, viel mitzugeben, auch weil die Familie bei uns auch sehr sehr wichtig ist.

00:00:56: Und wir mussten dann auch unseren Weg gehen und auch den vielleicht ein bisschen härteren Weg.

00:01:02: Das hört sich für heute für die junge Generation vielleicht noch ein bisschen komisch an, aber es war wirklich so.

00:01:08: Es war eine ganz andere Zeit.

00:01:09: Als Spiel habe ich mal so eine Situation gehabt, als ich in Dortmund dann ausmuste.

00:01:14: Aus dieser Bundesliga auch ausmuste.

00:01:16: Ich bin dann halb setzend in den Golden Wanderers gegangen nach England.

00:01:19: Und ich muss sagen, da habe ich so ein bisschen so eine Phase gehabt, ich habe die Freude am Spiel verloren.

00:01:25: Hatte mehrere Gründe auch irgendwie auch.

00:01:27: Wir haben selbst unsufrieden.

00:01:32: In der Mannschaft hat sich so funktioniert.

00:01:36: Verletzungen gehabt auch und da wieder zurückgekommen und irgendwie dann plötzlich doch nicht mehr unbedingt die erste Elf, sondern ein bisschen mehr draußen eigentlich als drinnen.

00:01:44: Und dann wollte ich im Winter unbedingt weg.

00:01:47: Trainer war Matthias, haben wir ganz interessant.

00:01:49: Und Matthias ist ja wirklich ein guter Freund, muss man echt sagen.

00:01:53: Auch über die Zeit hinweg, über Nationalmannschaften, wo wir zusammen gespielt haben, aber auch dann als Trainer und Spieler haben wir vielleicht nicht so gut in der Zeit so gut zusammengepasst.

00:02:01: Krasse Konstellation,

00:02:02: krasse Konstellation.

00:02:03: Wahrscheinlich auch die... die Wahrheit ein bisschen so vorgezeigt, dass ich nicht auf dem richtigen Weg bin oder dass mir irgendwas fehlt.

00:02:14: Und in den halben Jahren, als ich nach England gegangen bin, habe ich den Spaß am Spiel wieder zurückgefunden.

00:02:20: Vielleicht auch mal komplett wegzugehen einfach aus dieser Wohlfühloase.

00:02:24: Abschiedskampf zwei erste Liga in England in der Premier League.

00:02:29: Und das waren nur sechzehn Spiele, aber die waren prägnant.

00:02:39: Willkommen zum Leader Talk.

00:02:42: Hier ist Munir Zituni und ich unterhalte mich mit bekannten Persönlichkeiten aus dem Fußball über ihren Werdegang, ihre Lebensphilosophie und Ansichten.

00:02:51: Können wir etwas von diesen Menschen lernen?

00:02:53: Dieser Frage gehe ich in meinem Podcast nach und wünsche euch viel Spaß in meiner neuen Folge.

00:03:05: Ja, hallo, Nacht draußen!

00:03:11: Mit dem Leader Talk, mit mir und mit einem ersten tollen Gast, Freddy Bobic, ist heute mein Gast und ich freue mich mit so einem renommierten Ex-Fußballer zu sprechen, jemanden, der viel Erfahrung hat in der Führung von Clubzusammenhängen und der aktuell auch Erfahrungen im Auslandenmarkt bei Legia Warschau als CEO.

00:03:36: Freddy, freue mich auch sehr auf das Gespräch mit dir.

00:03:39: Ja, ich mich auch.

00:03:41: Ja.

00:03:42: Und man kennt dich sehr gut in Deutschland.

00:03:46: Man weiß, wo du gespielt hast, welche Erfolge du gehabt hast.

00:03:49: Und trotzdem will ich es nochmal kurz zusammenfassen, wenn du erlaubst, auch deine Station als Spieler in diesem Zusammenhang.

00:03:58: Du bist, der Name sagt es, früh nach Deutschland gekommen aus... Maribor dem ehemaligen Jugoslawien heute Slowenien bis den Stuttgart groß geworden.

00:04:08: und ja wenn wir bei den Vereinen sind Ditzing deine erste Station dann die Stuttgarter Kickers Anfang der neunziger Jahre dann ja eine sehr, sehr erfolgreiche Zeit beim VfB Stuttgart fünf Jahre von vier neunzig bis neun neunzig.

00:04:21: Borussia Dortmund Woldemonderes Hannover six neunzig.

00:04:25: die Hertha von zwei tausend drei bis zwei tausend fünf.

00:04:28: und dann dann Abschluss bei Rejeka.

00:04:31: nochmal Ja ein paar spiele sage ich mal so der karriere ausklang.

00:04:36: du hast insgesamt sieben dreißig länderspiele gemacht so habe ich gelesen für deutschland ja.

00:04:40: und dann dieser

00:04:40: sprung

00:04:42: In die management karriere beim vfb stuttgart sportdirektor bei eintracht frankfurt sportvorstand bei hertha bsc Geschäftsführer sport und nun head of football operations bei legia waschau.

00:04:55: seit zwanzig zwanzig So ein Stück weit werden wir natürlich auch auf all diese Station ein bisschen eingehen, aber so.

00:05:03: Als ich dein Lebenslauf gelesen habe, Fredy nochmal die Frage, die du wahrscheinlich auch schon öfters beantwortet hast und trotzdem interessiert es mich nochmal.

00:05:12: Wenn du nochmal zurück denkst als kleines Kind nach Deutschland gekommen, sehr, sehr früh in Stuttgart groß geworden.

00:05:21: Ähnest du dich an diesem Moment, wo du gemerkt hast, aha, ich muss mir hier mein Platz erarbeiten, also dieses.

00:05:28: Erarbeiten dieses Durchkämpfen, war das?

00:05:32: Ist das so eine Überschrift für deine ersten Jahre gewesen?

00:05:34: Das habe ich mich so gefragt.

00:05:37: Eigentlich ist es eine Überschrift für mein ganzes Leben gewesen eigentlich bis jetzt bis dahin, weil ich eigentlich mir nie nachsagen lassen kann.

00:05:46: Ich habe alles geschenkt bekommen, sondern ich habe es mir erarbeitet.

00:05:49: Da bin ich auch stolz drauf.

00:05:50: Ich bin aufgewachsen im Stuttgart-Wartkanscher, im Stadtteil Halsschlag.

00:05:58: Und da musste ich mir schon vom ersten Tag an, weil der Fußball meine große Passion war, auf dem Bolzplatz alles erkämpfen, jeden Tag.

00:06:07: Und das waren auch wirklich diese Betonböden, also richtig Bolzplatz.

00:06:12: Und das ging da schon gut los und das ist, glaube ich, so ein bisschen auch die Basis von allem.

00:06:19: Das vergesse ich nie, auch in den Kindertagen, auch in den Jugendtagen, dass es nie einfach war, als... jemand, der nicht jetzt eiche Familie hatte, meine Eltern haben wirklich hart gearbeitet, jeden Tag auch, um meine Schwester und mich ein gutes Leben zu geben, das sie auch geschafft haben, viel mitzugeben, weil die Familie bei uns auch sehr, sehr wichtig ist.

00:06:51: Und wir mussten dann auch unseren Weg gehen und auch den Vielleicht ein bisschen härteren Weg.

00:06:57: Das hört sich für heute für die junge Generation vielleicht noch ein bisschen komisch an.

00:07:02: Aber es war wirklich so.

00:07:03: Es war eine ganz andere Zeit.

00:07:05: Darf man nicht vergessen.

00:07:06: Und ja, ich habe es mir vor allem auf dem Bolzplatz immer gemütlich gemacht und habe da mit den Jungs gekickt.

00:07:13: Wenn man überlegt, in einem Stadtteil war ja auch ungefähr heute, wenn wir sagen, wie viel für mich Gassons Hintergrund gefüllt, neunzig Prozent.

00:07:23: Und da waren natürlich alle alles vertreten.

00:07:27: Ich habe heute zum Nachgang, könnte ich mal zum Spaß sagen, ich habe schon da meine Tausend Länderspiele gemacht.

00:07:32: Was wir da in den anderen Ländern vergleichen gemacht haben auch.

00:07:37: Nein, aber du musst dich schon durchfeiten.

00:07:39: Also es war nicht so, dass du was geschenkt bekommen hast, ob das in der Schule war.

00:07:42: Genauso muss ich durchfeiten, genauso wie im normalen Leben und auf dem Fußballplatz sowieso.

00:07:48: Und diese Widerstandsfähigkeit, die Resilience, wie man sie heute so schön nennt, habe ich mir da geholt.

00:07:56: Und das hat mich mein ganzes Leben eigentlich auch immer geprägt.

00:08:01: Was der Fußball war?

00:08:03: Dein Vehikel so ein Stück weit, also gar nicht bewusst wahrgenommen, aber im Nachgang schon auch der Weg raus.

00:08:10: Ist es übertrieben gesprochen oder wenn du im Nachgang das interpretierst, so was der Fußball dafür eine Rolle auch für dich bedeutet hat?

00:08:18: Ist ja für viele so heute auch noch heutzutage so, für viele Kids, die dann irgendwo wirklich aufwachsen in vielleicht noch normaler und unteren Verhältnissen, wo Arbeiterfamilien dahinter sind, sich da rauszukriegen.

00:08:33: Da ist Fußball ein Vehikel, natürlich.

00:08:35: Fußball hat mir alles ermöglicht, im Endeffekt auch.

00:08:38: Das denkst du natürlich nicht, wenn du ein Kind bist.

00:08:40: Natürlich hast du da die normalen Träume und sagst auch, ich will mal Fußballprofi werden.

00:08:44: Aber bis du da hinkommst und es ist ein verdammt langer Weg und du musst viele Rückschläge natürlich auch in Kauf nehmen.

00:08:52: Und da musst du dich aber zurückkämpfen.

00:08:56: Ich kann mir einzig vorwerfen, weil ich weiß auch immer, egal wie es war, auch jetzt in der heutigen Zeit, ob das als Manager ist oder wie auch immer.

00:09:01: Und wenn es dann mal schlecht läuft und du bist raus und jeder weiß es besser und wie auch immer und so, weiß ich immer, nach jedem Tief kommt auch wieder ein Hoch.

00:09:09: Aber dafür musst du was tun, dafür musst du arbeiten und dafür musst du vorangehen.

00:09:14: Und gerade in Führungspositionen, Liederpositionen, musst du das von Tag zu Tag für mich immer so, ich muss es mir beweisen dann.

00:09:23: Und ich weiß auch, dass ich immer dazulehren kann.

00:09:26: Und dieser Knopf im Kopf und als Fußballer genauso, als Fußballer genauso, wie viel Rückschläge hat es gegeben, wie viel Tiefs hat gegeben.

00:09:36: Es war nicht alles super.

00:09:38: Aber du musst da rauskommen, musst dich durchfeiten und musst zeigen, dass du es besser kannst, dass du vielleicht auch besser bist.

00:09:46: Und das versuche ich auch jedem eigentlich immer auf den Fußballer immer zu vermitteln.

00:09:52: Und zu sagen, auch selbst wenn einer ein bisschen im Tief ist, deswegen habe ich vielleicht auch so ein Febel für gestrandene Fußballer, die vielleicht in der Karriere mal so ein bisschen hängen.

00:10:01: Und davon habe ich ja sehr viele zu mir in den Club geholt, weil ich dafür so ein Gespür habe und so ein Gefühl habe, dass ich weiß, dass der Junge viel, viel mehr kann.

00:10:11: Das ist ihm vielleicht immer ein einfaches Beispiel.

00:10:14: Kevin Prinz Boateng nach Frankfurt zu holen damals.

00:10:18: Jeder, wie kannst du den holen, der kann ja kaum noch laufen.

00:10:22: Das ist ein schwieriger Typ.

00:10:24: und nein, er ist ein super Typ.

00:10:26: Er

00:10:27: ist ein super Typ und hat das Herz am richtigen Fleck und liebt dieses Spiel.

00:10:31: Dass er einige Dinge vielleicht mal gemacht hat, neben dem Fußballplatz, die dem einen oder anderen nicht gefallen oder fällt da auf dem Fußballplatz, das ist mir eigentlich egal.

00:10:38: Das gehört dazu zum... zu der Erfahrung, die das Leben dir gibt und auch dieser Sport dir gibt.

00:10:44: Es dann wieder besser zu machen, das ist die große Kunst.

00:10:48: Das ist ja ein sehr positivistisches Grundbild, was du so hast von Menschen vielleicht auch.

00:10:53: Dass es einfach auch den Rahmen braucht, eine Unterstützung braucht, damit aus Menschen etwas wird.

00:10:58: Das ist eine sehr häre, ideale Vorstellung im Grunde.

00:11:03: Ja, jeder Spieler oder jeder Fußballer, das ist ja auch noch mal, es ist immer ein Mensch.

00:11:08: Ja, ich habe ja oft manchmal die Diskussion auch in den früheren Jahren gehabt, auch mit Aufzitzreden

00:11:13: etc.,

00:11:15: wie denn aus ihren Firmen kommen.

00:11:16: Und das ist nicht alles so.

00:11:18: Aber viele natürlich schon, die diesen ersten Impuls immer ja, die liegen gerade am Boden, da musst du halt nochmal draufhauen.

00:11:23: Ich kann nichts aufhauen, wenn einer am Boden liegt.

00:11:26: Ich versuche, ihm die Hand zu reichen.

00:11:27: Ich versuche, den Weg rauszuzeigen, wenn das dann natürlich nicht kapiert.

00:11:31: dann muss man sich irgendwann trennen.

00:11:34: Und ich glaube, das ist ganz normal.

00:11:35: Aber jemanden auch zu helfen, dann auch in diesem, in diesem Alter, in dem sich die Jungs dann manchmal auch bewegen zwischen zwanzig und dreißig, wo so viel das auch für sie einprasselt, wo so viel das von ihnen verlangt wird.

00:11:48: Das kann man nicht alles nur mit Geld rechtfertigen.

00:11:52: Dass es einer dann können muss, sondern auch hier ist es ein ganz wichtiger Lebensabschnitt.

00:11:58: Wir reden von einem Lebensabschnitt.

00:12:00: Das Leben geht ja noch viel, viel länger und viel, viel weiter.

00:12:04: Wo du sie begleitest, wo sie sie in einem wichtigen Lebensabschnitt begleitest und versuchst, ihnen Dinge an ihr Hand zu geben, auch Werte zu vermitteln, die sie hoffentlich dann auch mitnehmen können.

00:12:14: Es gibt natürlich auch den einen oder anderen, der nimmt sowas überhaupt nicht interessiert.

00:12:17: Das ist klar.

00:12:18: Aber der wird dann irgendwann mal gegen die Wand laufen und wird dann bergen, dass das vielleicht gar nicht so schlecht war, was dieser ältere Herr zu dir gesagt hat.

00:12:26: Weil er die Erfahrung ja schon selber gemacht hat.

00:12:29: Ich glaube, das hat jetzt nichts mit Helfer-Syndrom oder wie auch immer zu tun.

00:12:32: Sondern nee, die Jungs liegen mir am Herzen.

00:12:35: Und jeder einzeln liegt mir am Herzen.

00:12:36: Und es tut mir auch manchmal innerlich eher weh, zu sehen, wenn einer wirklich komplett in die Falschrichtung läuft und du kriegst nicht mehr gepackt im Tropf oder eingefangen.

00:12:46: Und er könnte aber so vieles erreichen, eigentlich.

00:12:50: Dadurch, was er mal ein weglades Talent hat.

00:12:52: Und die Jungs leben alle natürlich vom Selbstvertrauen.

00:12:57: Und die Generationen auch, die haben sich auch verändert.

00:13:01: Wir haben ja im Vorgespräch mal so ein bisschen über eine Kickerszeit gesprochen, weil wir den gleichen Trainer mal zusammen gehabt haben mit Günter Saebert, Sam Saebert, wie wir

00:13:10: gesagt haben.

00:13:11: Genau.

00:13:12: Oder ich habe Rolf Schaarstein als Trainer gehabt, als junger Spieler.

00:13:16: Das war eine harte Militärschule eigentlich.

00:13:18: Das hat mit Fußball wenigstens umgehabt.

00:13:20: Frist oder stirb, überleb.

00:13:22: Als junger Spieler musst du viel, viel besser sein, musst viel, viel mehr arbeiten.

00:13:27: Und das ging auch in meinen Kopf dann irgendwann vor, weil ich da ein bisschen so gehangen bin, schaff ich es noch in die Bundesliga.

00:13:33: Ich bin ja zweit im Bundesliga.

00:13:35: Und irgendwann kam dieses innerliche wieder durch so bei mir, wo ich sage, nee, ich mach den jetzt fertig und ich schaff das und der wird mich spielen lassen und spielen lassen müssen auch.

00:13:46: Und tatsächlich irgendwann, wo ich es nicht daran gedacht habe, wo ich eigentlich schon gedacht habe, naja, gut, okay, dann gehe ich wieder in die dritte Liga zurück und dann haben wir die Oberliga.

00:13:55: Dann hat er mich reingeschmissen und seitdem bin ich da noch nicht mehr raus aus dem Platz.

00:14:00: Da habe ich mir einfach gezeigt und er hat gesagt, ja, ich wollte sehen, ob du diesen Bild hast.

00:14:05: Und er wollte ich, ob er mir den Willen bricht, ob ich darüber hinwegkomme.

00:14:10: Und so viele Stationen in der Karriere habe ich so gehabt, die genau diesen entscheidenden Punkt hatten, hatte schaffe ich es jetzt oder schaffe ich es nicht.

00:14:22: Da könnte man ja jetzt die Mutmaßung haben, wenn du solche Trainer erlebt hast, auch mehrmals, so wie du das betont hast, hast du in den letzten Jahren ... Ein ziemliches Problem, weil da sind ja Spieler, die relativ, also nicht relativ, aber die weniger Resilienz zeigen im Alltag.

00:14:40: Und trotzdem bist du jemand, der an das Gute glaubt, also jetzt mal ganz grob gesprochen und dir da so den Zugang behalten, das zu der positiven Entwicklung, zu dem positiven Ansatz.

00:14:52: Wie schwierig fällt dir das denn?

00:14:53: Also auf der einen Seite das selbst erlebt zu haben.

00:14:56: so geprägt worden zu sein und dann trotzdem da loszulassen und dann Verständnis auch für diese jungen Spielegenerationen, die mit Sicherheit anders

00:15:05: getaktet ist.

00:15:06: Wie ist anders getaktet?

00:15:08: Das hat sich nicht damit zu tun, wie wir mit ihnen umgehen, gerade im Alter, wenn sie Jugendliche sind, wenn sie in ihren Akademien sind, die auch nicht nur Positives haben, auch viele negative Effekte haben.

00:15:21: dass wir die Spieler zu sehr gleich machen wollen, dass wir jedenfalls ihr natürliches Ich-Nehmen weg wollen.

00:15:28: Und dann hast du im Endeffekt immer so gleiche Spielertypen.

00:15:30: Und wir sehen ins Widerstand, das kommt ein bisschen sicherlich aus der früheren Zeit oder du hast es gelernt oder ist es in dir drin.

00:15:38: Deswegen werden immer diese speziellen Spieler gesucht, wo ist der Straßenfuß Baller.

00:15:43: Und es gibt auch heute noch diese ganzen Schlagbegriffe, was wir denn brauchen.

00:15:49: Wir brauchen Typen, ja, wir brauchen richtig Typen und so, ja.

00:15:51: Aber wenn du ihn das natürlich im Jugendalter nimmst, ja, und ich habe oft Diskussionen gehabt, auch mit, mit Jugendtrainer oder Akademischchefs, wo es dann hieß, ja, aber der ist kompliziert.

00:16:01: Er sagt, ja, was ist kompliziert an dem?

00:16:03: Setzt sich mit dem Jungen auseinander, ja, ja.

00:16:06: Lass ihn auch ein bisschen seine Freiheiten.

00:16:08: Lass ihn auch, wann man zurück das machen.

00:16:10: Lass ihn auch Fehler machen, ja, ja.

00:16:12: Aber nehmen dann wieder mit rein in die Verantwortung, ja.

00:16:16: Er will es wieder zurückgehen, weil entweder er hat das in sich drin oder er hat es nicht in sich drin.

00:16:21: Und das sind diese Themen, die viele nicht verstehen.

00:16:27: dann am Ende, weil sie sagen, na, der ist gut oder der ist schlecht.

00:16:30: So einfach ist es nicht.

00:16:31: Also ich glaube, du kannst aus jedem, da bin ich der feste Überzeugung auch, dass du aus jedem Spieler, der wirklich einen riesen Talent hat und irgendwo mal hängt und vielleicht auch mal was Falsches gemacht hat, kannst du immer noch vieles rausholen.

00:16:44: Weil die Jungs haben alle einen Traum.

00:16:46: Die wollen jubeln, die wollen da feiern, die wollen eine tolle Karriere haben.

00:16:52: Aber für viele ist es natürlich auch nicht sehr viele Stranden da am Ende, weil sie einfach auch nicht das ... Sie können in inneren Schweinehund, wie man so schön sagt, nicht überwinden.

00:17:02: Weil immer sie was blockiert.

00:17:06: Diese Sache hat ja oft manchmal nicht ... Der Ursprung ist ja nicht dann irgendwie während der Karriere, sondern der fängt ja früher an.

00:17:13: Viel, viel früher.

00:17:14: Absolut.

00:17:15: Warum sie so sind.

00:17:16: Und damit muss man sich auseinandersetzen.

00:17:18: Ich glaube, die Psychologie im Fußball ist eine ganz wichtige ... Und deswegen ist es auch gut, dass es heute auch viele professionelle Ansprechpartner gibt, gerade in den Akademien auch für diese jungen Spieler.

00:17:31: die natürlich manchmal einen Wahnsinn den Druck auf sich laden müssen.

00:17:34: Eigentlich für die ganze Familie spielen zum Beispiel.

00:17:38: Das war jetzt in meinem Fall gar nicht so der Fall.

00:17:39: Meine Eltern haben mich immer unterstützt, aber ich habe nie das Gefühl gehabt, ich muss für sie spielen.

00:17:44: Und damit sie ein super Leben nachher haben.

00:17:47: Sie haben immer weiter gearbeitet und immer ihren Job gemacht.

00:17:50: Die wollten gar nichts von mir, die haben sie einfach nur gefreut und waren stolz.

00:17:54: Und das war mein Antrieb im Endeffekt, dass sie noch weiter stolz machen kann, auch die Familie.

00:17:59: Das ist klar.

00:18:00: Und nichts anderes war es.

00:18:02: Das war nicht so von Geld getrieben, obwohl wir alle sehr gutes Geld verdient haben, auch in der Zeit.

00:18:09: Auch heute natürlich noch exorbitant, weil das, warum soll ich denn jetzt einen Vorwurf machen?

00:18:14: Ich kann ihn keinen Vorwurf machen.

00:18:15: Sie müssen damit umgehen.

00:18:16: Aber ich merke auch, ich habe letztens ein Gespräch mit Marschau gehabt, mit einem tollen Jungen, der achtzehn Jahre alt ist, den wir jetzt wirklich einen längeren Fristingsvertrag gegeben haben, auch zum Profi.

00:18:28: wo die Eltern sowas von normal waren.

00:18:31: Und es war so eine Genugtuung, mit solchen Menschen zu sprechen, die sich einfach, wo du nur spürst, wie die sich freuen, dass der Junge diesen Schritt macht.

00:18:42: Fast schon erfüll ich dich sogar ein bisschen, fast sogar ästlich.

00:18:46: Das

00:18:46: Geld gar nicht im Vordergrund steht.

00:18:48: Nein, überhaupt nicht mal ansatzweise.

00:18:50: Und das war auch in den Gesprächen auch dann so.

00:18:53: Das Geld gar nicht groß.

00:18:54: Klar war auch ein Berater dabei, aber auch der Berater war sehr vernünftig da.

00:18:58: Und wenn ich solche Gespräche dann auch habe, dann freue ich mich unheimlich, weil ich glaub, nein, nicht nur glaub, sondern fest überzeugt mir, dass dieser Junge, wenn er nicht verletzt ist oder wie auch immer seinen Weg machen wird, auf jeden Fall und seinen Traum verwirklichen kann.

00:19:17: Was ich auch höre bei dir dieser Zugang zu den Spielern, Zugang zu Menschen ist einfach wichtig.

00:19:24: Da kann was entstehen, du kannst Potenzial wecken.

00:19:26: und ich habe jetzt gerade heute die Frage gestellt bekommen, wer ist denn nun die bessere Führungskraft?

00:19:32: Derjenige, der viel Druck ausübt, der hundertsiebzig Prozent erwartet, verlangt, um dann hundert zu kriegen mit einer extremen Autorität?

00:19:41: oder der verständnisvolle empathische Trainer der eben da ist für die Mitarbeitenden, der unterstützt, der berät.

00:19:51: Was ist deine Antwort darauf?

00:19:53: Ich bin mir sicher, dass es, nein, meine Antwort ist ziemlich einfach.

00:19:56: Du musst ja beides haben.

00:19:57: Wenn du wirklich ein Top-Lieder sein möchtest, musst du ja beides haben.

00:20:00: Ich verlande von meinen Jungs auch alles.

00:20:02: Auch von meinen Mitarbeitern alles ab, alles.

00:20:05: Aber ich sage immer, das ist immer so mein Lieblingsding, Leadingberg-Examplet.

00:20:10: Also als gutes Beispiel voran gehen.

00:20:12: Wenn ich alles von mir gebe und wirklich jeden Tag auch meine ganzen Stunden runter arbeite und fleißig bin, unterwegs bin, und es ist ein bisschen ein Schwäbischand, das war ein bisschen fleißig sein.

00:20:23: Das hat mir auch mal Fado fein gebracht, das muss noch glücklich sein.

00:20:25: Disziplinen fleißig, ja.

00:20:28: Das ist ganz, ganz wichtig für ihn immer gewesen.

00:20:31: Und das habe ich natürlich mitgenommen.

00:20:34: Dann strahlst du das natürlich auch auf deine Mitarbeit auch aus, aus deine Führungskräfte, die du im Team hast.

00:20:40: Weil alleine kannst du es nicht schaffen.

00:20:41: Du kannst es immer mit einem guten Team schaffen.

00:20:44: Als Lieder und der vorausgehen muss.

00:20:49: Und das ist auch in der Station, auch in Deutschland so gewesen.

00:20:54: Ich habe immer von mir gesprochen, wenn wir Erfolg hatten.

00:20:57: Das ist ganz, ganz wichtig.

00:21:01: Ich habe den Pokal gewonnen.

00:21:02: Wir haben den Pokal gewonnen.

00:21:03: Wir haben eine sehr gute Arbeit gemacht.

00:21:05: Wir haben ein tolles Scouting gemacht.

00:21:06: Wir haben toll analysiert.

00:21:08: Wir haben ein tolles Team.

00:21:09: Das Wichtige ist, und da musst du halt dann auch im Endeffekt eine starke Brust haben.

00:21:22: Du weißt aber auch, dass es eine andere Seite gibt.

00:21:24: Wenn es nicht läuft, wenn es Probleme gibt, dann musst du als Führungspersönlichkeit auch vor die Truppe stehen.

00:21:34: Ich habe Fehler gemacht.

00:21:36: Ich habe in Berlin so einen Fall gehabt und auch im ersten Jahr, wo es da wirklich nicht gut lief.

00:21:42: Und trotzdem wieder die Klasse gehalten haben mit Felix Muckert.

00:21:45: Und ich bin auf die Mitglieder zusammen gegangen und habe gesagt, ich habe Fehler gemacht.

00:21:49: Ich hätte es mir so einfach machen können.

00:21:52: Jolen der Mitglieder.

00:21:54: Ich hätte es mir einfach machen können.

00:22:00: Ich hätte viele Punkte aufzählen können, warum die Situation so ist, wie sie ist.

00:22:03: Weil ich ja frisch gekommen bin eigentlich.

00:22:06: Warum wir so Probleme haben, warum wir wirtschaftliche Probleme haben, sportlich nicht funktioniert, warum die noch nicht alles so am Laufen ist, wie man sich das vielleicht vorstellt.

00:22:14: Aber nein, das bin ich nicht.

00:22:16: Und das habe ich auch in Stuttgart mal gemacht, da ich Sportdirektor und Sportvorspieler später war.

00:22:21: Habe ich auch gesagt, ja, ich habe Fehler gemacht.

00:22:23: Da habe ich mich so vor Steam gestellt, vor allen gestellt.

00:22:26: Und das, finde ich, das wird von Führung verlangt.

00:22:30: Und hast du das nie bereut oder bedauert?

00:22:32: Also jetzt diese zwei Beispiele allein mal genommen, willst du es heute immer noch genauso machen?

00:22:38: Ich würde es immer noch so machen, ja.

00:22:39: Ich würde es immer so machen, ja.

00:22:41: Weil ich mich auch nicht verändert möchte, deswegen auch.

00:22:45: Weil ich, weil ich die große Freude habe oder die große, nochmal ich habe gesagt, der Fußball hat mir alles gegeben.

00:22:51: Und gibt mir immer noch alles, deswegen mache ich ja den Job noch, weil es mir einfach Spaß macht.

00:22:56: Und das ist etwas, was mir einfach so eine Freunde bereitet und auch in schwierigen Situationen, wo alle um dich rum durchticken gefühlt oder panisch sind.

00:23:08: Und wir müssen das machen, wir müssen das machen, das machen, nein, du musst auf der Linie bleiben.

00:23:14: Ich hab das halt Spiel auch immer gespürt bei Trainern.

00:23:16: Wenn die nicht auf ihrer Linie geblieben sind, sondern angefangen haben in schwierigen Situationen Schlangen, also hier wirklich so Kurven zu machen und nur Kompromisse einzugehen, ist ja kurze Zeit später am Ende.

00:23:27: Sondern geht klar durch.

00:23:29: Wenn jemand eine andere Meinung ist, es gibt immer irgendwo ein Post über dich, dann muss man sich halt trennen und dann schaut man sich in die Augen und trennt man sich wie Männer.

00:23:36: Und damit habe ich auch kein Problem.

00:23:38: Aber du solltest schon bei dem bleiben, was du für richtig hältst und wie du arbeiten möchtest.

00:23:44: Das musst du auch dann auch die Konsequenzen tragen davon.

00:23:47: Ich glaube, das ist etwas, was ganz normal ist.

00:23:50: Und als Spieler genauso, es kann ja sein, dass der Trainer sagt, ich brauche dich nicht mehr oder ich bin ein anderer Spieler mehr, dann ist es so.

00:23:57: Dann geht es weiter.

00:23:58: Da bin ich dann keiner, der holt.

00:24:00: Mit Sicherheit nicht.

00:24:02: Sondern sagt einfach, okay, dann geht es weiter.

00:24:04: Und dann schauen wir mal, was das nicht kommt.

00:24:08: Du kannst viel einstecken, du musstest viel einstecken während so einer Karriere als Spieler, als Manager.

00:24:18: Woher kommt das?

00:24:19: Also dieser harte Stahl muss ja geprägt worden sein.

00:24:23: Ja, das kommt nochmal aus dem Bruchsprung im Endeffekt, wie ich aufgewachsen bin.

00:24:29: Und wie ich mich selber auch immer durchfeiten musste, aber immer Tolle Menschen an meiner Seite hatte, ob das meine Freundin, dann meine Verlobte und jetzt immer noch meine Frau ist, meine Töchter sind, meine Eltern.

00:24:43: Ihr lacht lang zusammen, ne?

00:24:45: Wir sind schon ewig zusammen.

00:24:46: Seit der Ausbildung.

00:24:50: Ausbildung habe ich auch noch gemacht, also da gab es noch keine Akkadebiet.

00:24:53: Als was?

00:24:54: Als Kaufmann im Einzelhandel, hieß das damals.

00:25:00: Und diese drei Jahre hab ich voll durchgezogen, hab noch ein Jahr gejobbt in der Immobilienbranche bei einem Freund.

00:25:06: Und bin dann ja dann in die zwei Liga gekommen und konnte dann von dem Gehalt, sag mal, leben.

00:25:11: Also das war schon immer, ich weiß schon, wie es ist, wenn man fünfeurbar verdient und dann muss man da durchkommen.

00:25:17: Das ist schon klar.

00:25:19: Nein, das war für mich sehr wichtig.

00:25:21: Auch das war sehr wichtig, auch so eine Lehre mal zu machen.

00:25:23: Ja und da habe ich meine große Liebe kennengelernt und wir sind bis heute zusammen auch durch stürmische Zeiten auch gegangen insgesamt.

00:25:33: Das gehört

00:25:34: ja dazu, ja.

00:25:35: Das ist ganz normal, die hat auch natürlich alles mitgenommen, was es in diesem Sport so gibt.

00:25:42: Er ist ja nicht unbedingt Fußball interessiert, das war auch was Schönes, ja.

00:25:45: Sondern kann man auch über andere Dinge reden und kann zu Hause vor allem mal auch runterkommen.

00:25:51: Ein Spieler habe ich mich ausgeliebt auf dem Platz mit allen Emotionen, auch auf den sehr extremen Emotionen.

00:25:58: Als meine Frau dann immer gefragt wurde, ist er schlechterlich eigentlich zu Hause, weil er so brutal ergeizig ist und so emotional ist auf dem Platz.

00:26:06: Aber privat bin ich ja ganz entspannt.

00:26:08: Und ich glaube, das ist das, was ich mir immer, wo immer ein Rückzugsort ist, wo ich auch wirklich keinen sehen möchte, wo ich einfach nur mit meinen Freunden zusammen sein möchte und einfach Spaß haben möchte und einfach gute Gespräche haben.

00:26:21: Ich glaube, es ist immer wichtig.

00:26:23: Man sollte sich auch nicht so wichtig nehmen, ganz ehrlich.

00:26:25: Nur weil man jetzt im Fußball ist und im Fernsehen oder hier im Podcast oder wo auch immer, ich habe mich da auch nicht so wichtig genommen.

00:26:32: Mir macht der Spaß, so was zu tun, sonst würde ich es nicht machen.

00:26:36: Sonst würde ich es nicht machen.

00:26:37: Ich habe nochmal das große Glück, durch den Fußball auch Dinge zu machen, die vielleicht andere nicht machen könnten.

00:26:43: Und dafür bin ich immer sehr dankbar und das habe ich auch immer wieder gesagt.

00:26:48: Und diese sensible seite die hatten wir vor dem vorgespräch auch mal kurz kurz angerissen.

00:26:54: Es ist ja klar, dass man eine rolle hat im beruflichen kontext.

00:26:58: Da bist du einfach in der führungsrolle da hast du deinen job zu tun schauen tausende zehntausende auf dich millionen publikum.

00:27:04: Deswegen ist es ja ganz klug auch nicht alle Emotionen dort zu zeigen.

00:27:09: trotzdem gehört zu einer gewissen autentizität natürlich dass man.

00:27:13: So ist, wie man ist.

00:27:15: Was ist ein Geheimnis, dass man bei dir das Gefühl hat, Mensch, der Fredy war immer so, wie er ist.

00:27:20: Und trotzdem hat er sich auch ein Stück weit etwas bewahrt.

00:27:24: So, ich glaube, die ganz sensible Seite, die hast du auch noch übrig für andere Zusammenhänge, das private Umfeld, beispielsweise.

00:27:34: Ist das so zuverkürzt?

00:27:35: Private Umfeld, aber auch, ich liebe es einfach.

00:27:39: Ich sage, das ist auch einmal so mein Motto, ich habe nur dieses eine Leben.

00:27:43: Irgendwann ist es mir da auch mal.

00:27:45: Es dreht sich nicht alles um dich nur.

00:27:46: Es gab auch Phasen natürlich auch.

00:27:48: Ich sage, da werde ich jetzt zwanzig bis dreißig.

00:27:50: Alles läuft super, magisches Dreieck.

00:27:52: Du wirst gefeiert überall hin und her und natürlich schwebst du auch mal ganz kurz.

00:27:57: Aber irgendwann kommt der Hammerbof und du bist wieder auf dem Boden.

00:28:01: Aber die Lehren rausziehen, du musst die erfahren und musst du ja sammeln.

00:28:05: Und viele solche Dinge, ich genieße es einfach nur, wenn etwas super funktioniert, ist es ein wunderschönes Gefühl, wenn du um andere Menschen auch glücklich machen kannst und glücklich sehen kannst, in dem, was du liebst, zu arbeiten, Fußball.

00:28:19: Und trotzdem nehme ich mich noch mal nicht in der Form so wichtig, dass ich sage, Das habe ich jetzt alles gemacht.

00:28:27: Ich bin noch nicht mal eine Sekunde, ich bin ein Hundertstel in der Geschichte des Fußballs.

00:28:34: Also man ist ja nur ein gewissen Teil da und trotzdem musst du.

00:28:38: auch einschaffen, du musst auch das Leben auch ein bisschen genießen können.

00:28:43: Und die freie Zeit, die du hast, auch mit deinen Besten.

00:28:46: Und ich habe auch so eine Phase gehabt, als Manager am Anfang und so.

00:28:49: Ich habe mich dann irgendwann mal angeschaut oder besser gesagt, meine Frau hat mir das Bild gezeigt, wie ich aussehe.

00:28:55: Nicht von der Klamotten her, sondern vom Gesicht her, dass ich total runter gearbeitet war, dass ich ein bisschen aufgeschwemmt war auch.

00:29:01: dass ich ja nicht auf meine Gesundheit, sondern nur gearbeitet hab, bin verrückter und mich selbst zerfressen hab und vielleicht auch nicht mehr rechts und links sehen konnte.

00:29:07: Vielleicht auch meinen Töchter noch gar nicht mehr zugehört hab, meiner Frau nicht mehr zugehört hab, beim Essen und so, weil es mich komplett gefangen hat.

00:29:15: Und deswegen war diese Zeit auch, wo ich aus Stuttgart dann raus war, aus dem VfB, was ein spezielles Thema natürlich war, der VfB, meinen Jugendverein.

00:29:27: Und dann diese zwei Jahre Zeit hatte bis Eintracht Frankfurt.

00:29:32: Die haben dir gutgetan.

00:29:33: Die hat mir unheimlich gutgetan.

00:29:35: Ich weiß auch noch, ich habe mal zum Max Eberlauch gesagt und zu den anderen.

00:29:39: Es ist immer gut, wenn man eine Pause hat, wenn man rausgeht aus vielen Sachen.

00:29:44: Einfach mal ein Jahr Pause machen.

00:29:46: Oftmals

00:29:47: notgedrungen, Freddy, in dem Zusammenhang gesagt.

00:29:49: Oftmals

00:29:50: notgedrungen, genau, wenn es wirklich schon an der übere Grenze ist.

00:29:56: Weil der Job ist nicht einfach nur, man guckt sich Training an und hin und her, sondern man hat alle möglichen Interessensgruppen

00:30:02: auf

00:30:03: sich.

00:30:03: Und ich sage über der Manager, der Sportmanager ist eigentlich immer der, wie eine Kugel in der Mitte, die alles ausgleichen muss von außen, diese ganzen.

00:30:12: Und die Kugel muss immer irgendwie noch stabil bleiben.

00:30:15: Gibt ja so einen Hochhaus, glaube ich, in Taiman, da wo so ein Riesendeck da drin ist und die Erdbeben dann ausgleichen.

00:30:21: Und diese Erdbeben musst du irgendwo ausgleichen.

00:30:22: Da gibt es immer so einen Da gibt es immer so einen typischen Vergleich dazu und so fühle ich mich manchmal auch.

00:30:29: Da hast du die Medien, dann hast du die Spieler, dann hast du die Berater, dann hast du die Gremien, dann hast du die Fans, dann hast du die ganz harten Fans, dann hast du jeder, jeder zährt an dir irgendwo und du versuchst, dass du dieses Umfeld des Spiels und das ist meine größte Aufgabe.

00:30:48: Ich habe es auch jetzt wieder zu unserem neuen Trainer gesagt, den ich jetzt dann hol, zu, zu, zu, zu.

00:30:53: Leger war schon.

00:30:54: Ich möchte, ich möchte, dass du in Ruhe arbeiten kannst.

00:30:57: Wirklich in Ruhe und ich halte alles vom Leib, was rauskommt, wie ein Schutzschild.

00:31:01: Weil dann weiß ich, und ich muss diese Residenz dann auch haben und das auch aushalten können, dann weiß ich, dann kannst du in Ruhe arbeiten und dann kannst du auch Erfolg haben.

00:31:11: Aber diese Strömungen und dieses hektische, wir müssen jetzt ganz was anderes machen.

00:31:15: Das ist oft der Untergang bei vielen Vereinen für eine gewisse Phase.

00:31:20: Und dieses, dieses Aktionistische.

00:31:24: Dafür wirst du mich nicht kriegen normalerweise.

00:31:26: Und darauf habe ich gar keine Lust.

00:31:28: Sondern ich ziehe lieber mal durch, auch wenn die Wellen verdammt hoch sind.

00:31:33: Und ist es dir dann besser gelungen danach?

00:31:36: Ja, absolut.

00:31:37: Ja, ist absolut besser auch vom Leben her auch gelungen.

00:31:40: auch vom Genießen her.

00:31:41: Und ja, meine Töchter sind ja schon immer wachsende Alter, schon fast Richtung dreißig.

00:31:45: Und jetzt auch mit meiner Frau zusammen auch, wie wir versuchen, dann auch den Tag zu gestalten, einfach spazieren zu gehen und wohin zu gehen oder jetzt hier in Warschau oder in Polen selber, uns auch Dinge anzuschauen, mal auch zu sagen, okay, heute wird mal der halbe Tag dafür investiert, damit auch mal rauskommt, weil ich unheimlich dann auch Menschen beobachte.

00:32:05: Vieles mich Politik unheimlich interessiert, mich aber auch Geschichte unheimlich interessiert und Museen gehen und solche Sachen.

00:32:12: Da hat auch viel meine Frau eine Rolle gespielt, die mir da auch immer gesagt, komm, lass uns mal da ins Museum gehen und sowas nicht, sowas im Museum, was soll ich denn da?

00:32:18: Öffnet den Blick, ne?

00:32:20: Öffnet den Blick komplett, ja.

00:32:22: Und auch die Verhältnismäßigkeit.

00:32:25: Wie wichtig ist Fußball?

00:32:26: Fußball ist etwas, was uns Emotionen gibt.

00:32:31: Und wir verkaufen die eigentliche Emotion, positive wie negative.

00:32:37: Und natürlich sind die Positiven immer öfter viel viel schöner, das ist glaube ich auch ganz klar.

00:32:40: Das weiß auch jeder, aber es gibt immer auch die andere Seite.

00:32:45: Und die nimmst du dann am Ende des Tages auch mit und musst du versuchen gut zu managen, auch intern auch gut zu managen, damit dich jeder dem Pfad das Richtigen eigentlich verlässt.

00:32:57: Und wir alle sind angewiesen auf Erfahrung, weil Erfahrungen im Leben uns was sagen und was beibringen wollen.

00:33:04: Manchmal erkennt man es.

00:33:06: Manchmal erkennt man es nicht.

00:33:09: Wenn ich dich mal so frage, nur heute bist du fifty-fünfzig, Fredy, welcher Rückschlag so als Spiele, aber auch als Funktionär würdest du denn nennen?

00:33:23: Der,

00:33:24: der jetzt auch noch in der Rückschau sozusagen für dich sehr wichtig war, weil du daraus unglaublich gelernt hast oder auch gewachsen bist.

00:33:33: Fällt dir da eine Entlassung oder einen Wechsel ein?

00:33:38: Nein,

00:33:39: als Spieler hatte ich mal, genau, als Spieler habe ich mal so eine Situation gehabt, als ich in Dortmund dann raus musste, einfach, ja.

00:33:46: Aus dieser Bundesliga auch raus musste.

00:33:47: Und ich bin dann ein halbes Jahr zu einem Golden One rausgegangen nach England.

00:33:52: Und ich muss sagen, da habe ich so ein bisschen so eine Phase gehabt, ich habe die Freude am Spiel verloren.

00:33:59: Hatte mehrere Gründe auch irgendwie auch.

00:34:02: Wir haben selbst unzufrieden.

00:34:06: In der Mannschaft hat sich so funktioniert, Verletzungen gehabt auch und da wieder zurückgekommen und irgendwie dann plötzlich doch nicht mehr unbedingt die erste Elf, sondern ein bisschen mehr draußen eigentlich als drinnen.

00:34:20: Und dann wollte ich ihn unbedingt weg.

00:34:21: Trainer war Matthias, da war er ganz interessant.

00:34:23: Und Matthias ist ja wirklich ein guter Freund, muss man echt sagen.

00:34:27: Auch über die Zeit hinweg, über Natsnamascha, wo wir uns zusammen gespielt haben.

00:34:30: Aber auch dann als Trainer und Spieler haben wir vielleicht nicht so gut zusammengepasst.

00:34:35: Krasse

00:34:35: Konstellation.

00:34:37: Krasse Konstellation.

00:34:37: Er hat mir wahrscheinlich auch die Wahrheit ein bisschen so vorgezeigt, dass ich nicht auf dem richtigen Weg bin oder dass mir irgendwas fehlt.

00:34:48: Und in den halben Jahren, als ich nach England gegangen bin, habe ich den Spaß am Spiel wieder zurückgefunden.

00:34:53: Vielleicht auch mal komplett wegzugehen, aus dieser Wohlfühloase.

00:34:58: Abschiedskampf, zwei erste Liga in England, in der Premier League.

00:35:03: Und das waren nur sechzehn Spiele, aber die warten.

00:35:07: Prägnant.

00:35:08: Und die haben mir viel gegeben, auch für mein Leben viel gegeben, mal ins Ausland zu gehen.

00:35:14: Alleine da zu sein, im Endeffekt auch, weil die Familie klar, die Kinder waren in der Schule.

00:35:19: Auch alleine da zu sein.

00:35:22: Und selbst, die ein bisschen einen Kopf zu machen, hat mir viel gegeben in der Zeit.

00:35:27: Und da habe ich wirklich den Spaß wieder zurückgekommen.

00:35:30: Okay, mit Ordnung liegt es leider nicht weiter.

00:35:32: Am letzten Moment nach Hannover gewechselt.

00:35:34: Und boom, plötzlich war ich wieder der ... gefühlte Newcomer, ja.

00:35:39: Ich fand alles irgendwie leichter und ich fand irgendwie alles ein bisschen lustiger in der Bundesliga, über was man sich so aufregt, obwohl ich da vorhin in der Premier League mal das halbe Jahr war, wo ich totalen Spaß hatte und wirklich tolle Freunde auch kennengelernt habe.

00:35:52: Und einfach auch, dass neben dem Fußballplatz vielleicht viel mehr genießen konnte als in Deutschland.

00:35:57: Weil der Engländer, der liebt seinen Sport, der liebt den Fußball, aber irgendwie so nach dem Spiel ist halt Ruhe.

00:36:08: Da ist halt nicht groß, dass auch Trainingssachen, du trainierst in einem Trainingszentrum, wo man wirklich auch gar keine Fans sind, weil wir gar keine hinwollen oder keine Kibice, keine Journalisten, alles ist geregelt, okay, die kommen am Dienstag, Dach im Spiel, alles geregelt, so wie ich es eigentlich sein muss, du gibst deine Statements ab, boop, und dann hast du Ruhe.

00:36:33: Und dann kannst du auch rausgehen, kannst mal ein Bier trinken gehen, kannst auch mal Spaß sagen gehen.

00:36:36: Interessiert gar keinem.

00:36:38: Zu der Zeit war das so.

00:36:40: Und

00:36:40: ich fand es total angenehm und dann habe ich auch die Freude zurückgeworden.

00:36:46: Und so wie ich es von Ihnen gesagt habe, auch in der Zeit, als es sehr schnell, dann plötzlich, dann vorbei auch in Stuttgart war, weil es in der Sportdirektor-Zeit oder Sportvorstandszeit dann auch, war es dann auch so, dass das mich kurz getroffen hat, aber da mich meine Frau super aufgefangen hat und gleich gesagt, Bei den zwei Wochen zu unseren Freunden nach New York.

00:37:10: Und dann hat es mir dieses Bild gezeigt.

00:37:12: Guck mal, das war vor zwei Wochen zuvor ausgesehen, also das Gesicht.

00:37:16: Und jetzt mache ich ein Foto von dir.

00:37:18: Und meine Gesichtszüge waren komplett entspannt.

00:37:21: Ich war also aus diesem Druckkessel raus.

00:37:26: Und das war die beste Idee, die sie haben konnte.

00:37:29: Es ist alles zu sagen.

00:37:32: Aber natürlich fühlt man dann erstmal so eine Niederlage.

00:37:34: Ich glaube, dieses erste Mal tut immer meisten weh.

00:37:38: Wenn man wenn wenn sowas passiert aber es entscheidet nochmal.

00:37:43: Batterien aufladen, weitermachen.

00:37:46: Neuer Fokus.

00:37:47: hast du noch?

00:37:48: ehrlich sein zu dir selbst?

00:37:49: hast du noch Spaß daran was du tust.

00:37:52: Und wenn du dies hast dann musst du es auf jeden Fall verfolgen.

00:37:57: Und trotzdem an der Stelle tut sich die Parallele einfach auf.

00:38:00: Deswegen will ich da nochmal nachfragen mit dem Abstand und mit dem, wie du es erklärst, aber auch dann zu diese Mini-Auszeit nach Stuttgart.

00:38:06: Jetzt auch dein Weg nach Warschau in eine tolle Stadt, ein tolles Land Polen, ein traditionesreicher Verein.

00:38:13: Trotzdem ist das so auch Abstand suchen, so dein Ding machen, alles aus einer anderen Perspektive mal betrachten.

00:38:22: Ja, nach der Berliner Zeit im Endeffekt, die ja wirklich nicht klang war.

00:38:26: Und da brüsten wir jetzt gar nicht so tief drauf eingehen.

00:38:28: Habe ja auch gar keine große Lust darüber gefasst.

00:38:30: Nein, ich habe mir auch keine Frage zu härter vorbereitet.

00:38:34: Nein, nein, das geht ja weniger noch mal.

00:38:36: Es geht ja weniger um den Verein selbst, sondern es geht in den, wie man miteinander arbeitet oder was man für Visionen hat oder wie auch immer oder was man für Vorstellungen hat, wie man arbeitet.

00:38:46: Darum geht es, sage ich, mehr.

00:38:47: Da geht es ja nicht um den Mensch selber im Verein oder wie auch immer.

00:38:52: war es einfach, war es einfach so, dass, ja klar, und jeder hat es damit bekommen.

00:38:55: Ich hatte dann immer noch ein Gerichtstreit, der jetzt dann am Ende Januar, bis jetzt in den Jahre ist, und der ist noch immer noch nicht vorbei.

00:39:08: Das belastet natürlich schon ein, weil da steht es ein bisschen da ungefähr.

00:39:13: Das war was Neues.

00:39:14: Das war eine neue Note, wo man versucht hat, so ein bisschen auch meine Person.

00:39:18: Irgendwie zu diskreditieren und sowas, sowas hat mir nicht gefallen.

00:39:21: Das ist nicht okay, wenn man mit irgendwelchen Anschuldigungen kommt, die einfach nicht stimmen und die Diskrete im Endeffekt auch anerkannt haben, dass sie unbar sind.

00:39:30: Und das sind so Dinge, die mag ich überhaupt nicht.

00:39:33: Weil ich ziemlich direkt bin und immer klar bin.

00:39:35: Und das sind so Dinge, die machen absolut keinen Spaß.

00:39:40: Und daraus resultierend so Abstand suchend?

00:39:44: Ja, aber ich war auch, ich habe auch mit mir selber jetzt auch Zeit gehabt genug auch wieder.

00:39:50: Und auch da, meine Frauen und ich sind eigentlich da frei, wir haben keine kleine Kinder mehr, wir können eigentlich machen, was wir wollen.

00:39:57: Und für mich war irgendwie klar, ich glaube, ich muss mal raus aus Deutschland wieder.

00:40:05: Ich muss mal was anderes machen.

00:40:06: So ein bisschen wie das mit Bolton, weißt du, als Spieler.

00:40:09: Ich wollte raus, ich wollte einfach mal, ich wollte, Fußball ist so groß.

00:40:14: ist so global.

00:40:15: Ich liebe es zu reisen, ich liebe andere Kulturen kennenzulernen.

00:40:19: Und da bin ich wirklich in der Welt schon was für sich wo überall gewesen und ich werde das nie messen.

00:40:24: Das größte Glück, was du haben kannst, ist wenn du viel unterwegs sein kannst, viel reisen kannst, viele Menschen sehen kannst.

00:40:30: Letzte Woche waren wir in Vor zwei, drei Wochen waren wir in Nerewahn hier und haben Fußball gespielt.

00:40:37: Da bin ich da auch rumpelauf in der Stadt.

00:40:39: In Armenien.

00:40:40: Da war ich letztes Mal.

00:40:41: Sechs und neun ist wieder zur Nahmannschaft.

00:40:43: Also fast dreißig Jahre später komme ich da mal wieder hin.

00:40:47: Und mich hat es einfach interessiert, wie ist das Land jetzt gewachsen?

00:40:51: Oder was ist da passiert?

00:40:53: Und auch mit Leuten unterhalten und so.

00:40:54: Super, super spannend.

00:40:56: Weil das bringt einfach auf das Leben einfach viel.

00:40:58: Und du siehst ja hier Sachen.

00:41:00: Und das ist etwas, was in mir ist, wo ich immer sage, ich habe auch immer manchmal so einen Fernweg.

00:41:07: Und bin gerne mal auch unterwegs.

00:41:09: Und deswegen war für mich klar, ich muss mal aus der Bundesliga mal raus.

00:41:16: Einfach, weil es mich auch interessiert, wie es woanders läuft.

00:41:19: Ja, wieder.

00:41:20: Ich habe angefangen, viele vergessen, das ist in Bulgarien angefangen.

00:41:24: Bei Tschernomores Burgas und Schwarzen Meer, mit meinem französischen Ballakof als Trainer.

00:41:28: Da war ich CEO.

00:41:29: Und ich muss sagen, das waren zwei tolle Jahre, die ich da hatte.

00:41:32: Wenn der VFB nicht gekommen wäre, wäre ich wahrscheinlich noch da im Lieben.

00:41:36: Habe ich in der Liste vorhin?

00:41:37: Und

00:41:39: in den Tisch fallen lassen?

00:41:40: Burger, sag doch mal, von zwei...

00:41:43: Neun bis zweizehnt, genau.

00:41:44: Ja, zwei neun bis zweizehnt, genau.

00:41:46: Weil ich bin ja im Januar da hingekommen und war so ungefähr, achtzehn Monate ungefähr.

00:41:51: Stimmt, stimmt.

00:41:54: Dann kam der VFB um die Ecke.

00:41:56: Und... Ich habe da echt eine große Freude gehabt, da vieles zu gestalten, auch als erster Step in den Fußball als funktionär im Endeffekt auch.

00:42:09: Und ich wollte einfach mal wieder sehen, wie es ist, mit einer ganz anderen kulturellen Ansatz den Fußball zu managen.

00:42:21: Genau so aber auch von der Struktur her.

00:42:24: Wir haben ja die Diskussion in Deutschland bei fünfzig plus eins.

00:42:27: Hier sind Eigentümer.

00:42:28: Es ist ein bisschen anders.

00:42:31: Und das hat mich einfach wieder gereizt.

00:42:33: Ich möchte einfach wieder das machen.

00:42:35: Und das gibt es in Deutschland nicht.

00:42:36: Okay, musst du halt raus.

00:42:39: Und wo es dann auch am Ende des Tages ist.

00:42:40: Ich habe es mir auch genau angeschaut.

00:42:42: Ist doch erst mal gar nicht so wichtig, ob das jetzt in Polen ist, ob das jetzt in Deutschland, was weiß ich, das sagt in der Schweiz, Spanien, Italien, Englern, USA, wo auch immer, ja, ist doch erst mal gar nicht so wichtig.

00:42:55: Also du bist ja schon...

00:42:56: Man muss davon weggehend auch zu sagen, was verlangen die Leute von mir, was soll ich denn als nächstes machen?

00:43:01: Nee.

00:43:01: Ja, aber sich davon freizumachen, das ist

00:43:02: natürlich die Kunst.

00:43:03: Ja, aber wenn du... Ja, aber wenn du... Ja, aber wenn du... Ja, aber wenn du... Ja, aber wenn du... Ja, aber wenn du... Ja, aber wenn du... Ja, aber wenn du... Ja, aber wenn du... Ja, aber wenn du... Ja,

00:43:07: aber wenn du... Ja, aber wenn du... Ja, aber wenn du... Ja, aber wenn du... Ja, aber wenn du... Ja, aber wenn du... Ja, aber wenn du... Ja, aber wenn du... Ja, aber wenn Wenn denn der Kiste bist, wie man so schön sagt.

00:43:13: Hey, ist es dann vorbei?

00:43:15: Hast du die Chancen vielleicht mal genutzt oder nicht genutzt?

00:43:18: Ich liebe solche Chancen zu nutzen, solche Dinge auch dann zu machen.

00:43:23: Ja, und das zeigt ja

00:43:23: das bald wie

00:43:24: in Bulgarien.

00:43:26: Genau, und das ist auch Bulgarien mal genauso.

00:43:28: Ja, genau.

00:43:29: Und da ist ja wirklich eine gewisse Konsistenz drin zu erleben.

00:43:33: Also Bolton, Bulgarien jetzt, weil du es auch nochmal gesagt hast, auch jetzt.

00:43:38: Also du machst dich da frei und bist schon immer auch dann so in eher ungewöhnlicheren Weg dann auch gegangen, um vielleicht neue Perspektiven zu entdecken.

00:43:50: Das finde ich ganz spannend gerade, dass sich das ein Stück weit wiederholt und irgendwie zu dir gehört.

00:43:55: Als Spieler aber genauso.

00:43:58: Meine Karriere beend, du hast gesagt, ich hab ein paar Spiele noch in Kroatien gemacht, richtig.

00:44:03: Ich hab meine Mutter versprochen, da immer mal, wo ich klein war, dass ich mal in Kroatien spielen werde.

00:44:09: Dann hab ich diese Chance wahrgenommen, hab gesagt, ich hatte wirklich Angebote aus Katar und Japan und war auch immer noch gleich weiterzuspielen.

00:44:18: Aber irgendwie wollte ich für mich einen Abschluss haben und dann hab ich gesagt, da geh ich dahin.

00:44:23: Ich wollte nicht, dass wir einen Abschiedsspiel machen oder ... Das habe ich alles nicht gemacht, weil es mir nicht wichtig ist, im Mittelpunkt zu stehen.

00:44:31: Klar, wenn du ein Tor schießt und freust, dann bist du irgendwie dann im Mittelpunkt.

00:44:34: Aber trotzdem, selber für dein Leben brauchst du es eigentlich nicht.

00:44:39: Sondern ich habe doch meine Zeit gehabt und ich habe meine schöne Zeit gehabt.

00:44:43: Und ich habe darüber schwierige Zeit gehabt, aber auf die schöne Zeit bleiben wir auch in Erinnerung.

00:44:47: Auch das andere ist ja auch noch in Erinnerung.

00:44:49: Und wenn du mit Menschen zusammen bist, dann wird er auch mit denen zusammengespielt hast, gearbeitet hast und so was.

00:44:54: Und ein gutes Verhältnis mit ihnen hast.

00:44:55: Es gibt ja viel, viel mehr fürs Leben.

00:44:57: Viel, viel mehr.

00:44:59: Und ich hab auch vielen weh getan.

00:45:00: Ob das Spieler war oder verteidiger, aber auch im Beruf, wo ich dann viel entlassen musste vielleicht auch und so.

00:45:10: Aber ich hab versucht immer persönlich zu machen.

00:45:13: Und ihnen auch zu sagen, pass auf, das hat nichts mit dir als Mensch zu tun.

00:45:17: Ich habe einfach eine andere Denke und ich sehe bei dir nicht, wo wir hin wollen.

00:45:22: Und dafür brauche ich vielleicht auch die Qualität, eine andere Qualität oder wie auch immer.

00:45:26: Und trotzdem wünsche dir alles Gute.

00:45:28: Ich habe mit vielen, vielen noch Kontakt, die ich entlassen habe.

00:45:33: Jetzt ist es so, dass man dich als Spieler wahrgenommen hat.

00:45:36: Also ich ja noch als Zuschauer.

00:45:38: und auch das Bild, was heute noch von dir gezeigt wird in den Doku's und in den Bildern.

00:45:44: Wie war dieser Weg von dem Spieler, der emotional war, der die Massen ja auch begeistert hat mit seiner Authentizität?

00:45:52: Du warst ganz individuell.

00:45:53: und dann dieser Weg zum Funktionär.

00:45:55: Das hätte man sich wahrscheinlich Mitte der neunziger erst mal weniger vorstellen können.

00:46:00: Wie war denn für dich dieser Weg?

00:46:01: War der ganz stringent?

00:46:03: War das etwas, was dir auch schon immer klar war, dass du dann auch größere Systeme führst, anführst, leitest, kreiert, gestaltest.

00:46:13: Wie erklärst du dir diesen Weg dann von Bulgarien über Stuttgart, die Eintracht härter bis jetzt nach Warschau?

00:46:20: Zwei, sechs, zwei, sieben.

00:46:21: Hätte ich schnell die Möglichkeit gehabt, weil auch Martin Kind mich gefragt hat, zum Beispiel zu einer Nova-Sexen-Eintracht zu kommen.

00:46:27: So als Sportdirektor und mir haben wir ein Gespräch geführt, aber ich habe gemerkt, das bin ich noch nicht.

00:46:33: Das bin ich noch nicht und ich muss erst mal ein bisschen was für die Birne machen, muss man so ein Fernstudium machen, wird man viel unterwegs sein, wird man vieles ausprobieren, auch im Fernsehen, auch so als Experte und diese Sachen und Vorträge mal halten.

00:46:49: und dann irgendwann, sehr gute Freunde von mir, hat mir dann gesagt, ja du, wir wissen dann nach hier Frankfurt und DFL und so und zum Beispiel.

00:47:00: Christian Zweifel war noch nicht so lange da.

00:47:02: Ja, dann habe ich da angerufen, der Holger Hironimus, der damals da war und für den Sport zuständig war.

00:47:08: Und dann habe ich gesagt, ja, ich würde gerne mal so, wie ist so eine Art Praktikum?

00:47:12: Ja, was für ein Praktikum, was sind das?

00:47:15: Ja, so, wenn mich stellt es vor, nee, ich habe es ja nicht, ich möchte einfach mal wissen, was ihr macht eigentlich.

00:47:19: Was macht ihr eigentlich bei der DFL?

00:47:20: Ja, bei der Liga so.

00:47:24: Ich möchte ihn kennenlernen, ich möchte ihn in der Juhn und ... Ich will auch kein Geld dafür, gar nichts.

00:47:28: Sondern ich komm da hin, Montag bis Freitag und von, ja.

00:47:32: Und vielleicht macht die oder so was, wie kann ich das?

00:47:34: Genau.

00:47:34: So kam das am Ende des Tages.

00:47:37: Und viele heute noch, die in der DFL dabei sind, da sind wirklich viele dabei, die sagen, du warst der erste Praktikant, so ungefähr, unser erster Eltern, haben sie damals gesagt, ne?

00:47:46: Und ich bin mit Christian Seifert, am Ende bin ich mit Christian Seifert gehockt.

00:47:50: Und dann hat er mich auch gefragt, warum ich das machen wollte eigentlich hier.

00:47:53: Und ich sagte, ja, weil ich ... weil ich gerne mal ein Bundesliga-Verein führen möchte.

00:47:59: Und ich will einfach mal aufstehen, wie die Liga funktioniert insgesamt.

00:48:03: Und ich möchte alle Probleme, die ihr habt und alle Mitarbeiter.

00:48:07: Wie wird ein Spielplan zusammengestellt?

00:48:08: Wie wird Internationalisierung bei euch voran betrieben?

00:48:10: Wie wird das das, das, das?

00:48:12: Also alles Mögliche.

00:48:14: Und ich glaube, es hat mir unheimlich viel gegeben dann auch.

00:48:15: Und ich habe dann richtig Bock gehabt und habe einfach, ich wollte jeden Aspekt, was um den Fußball passiert ist, auch bei den Medien zum Beispiel auch.

00:48:23: Wie ist es hinter den Kulissen?

00:48:24: Wie ist es, wenn du ein Spiel als Experte machst?

00:48:28: Der Zuschauer sieht dich ja nur, da ist er, dann quatscht wieder und erzählt irgendwas vom Spiel und bla bla bla.

00:48:34: Aber auch die Hintergrundgespräche, die Vorbereitung, wie ein Journalist, wie so eine Aufnahme funktioniert, wie wirklich so ein ganzes Aus-

00:48:44: und

00:48:44: Drehbuch geschrieben wird um das Spiel herum mit dem Spiel dazu.

00:48:48: Und das Spiel ist immer die Sahne auf der Torte.

00:48:51: Und das hat mich alles fasziniert.

00:48:54: So fand ich super.

00:48:55: Und ich glaube, ich profitiere heute noch davon von diesen ganzen Sachen, die ich in diesen drei Jahren gemacht habe.

00:49:00: Und dann bin ich wieder mit Bartienkind gehockt.

00:49:04: Irgendwann kurz vor dem Jahr zwei Jahrzehnte war das wahrscheinlich so in der zweiten Hälfte.

00:49:08: Und da ging es wieder drum.

00:49:12: Und immer noch ein komisches... Und dann ruf mich einfach ein krasser Ballackdorf an und sagt, ich bin da, ich trete da in Burgas und sage, wo ist das?

00:49:19: Ja, sagt das.

00:49:21: Ja, in Bulgarien, am Schwarzen Meer und so, ne?

00:49:22: Und dann haben wir uns dann getroffen mit dem Eintümer, ganz anderer Struktur natürlich, ne?

00:49:26: Und ja, dann hab ich dann das je hoch gemacht.

00:49:29: Und ich hab mir das angeschaut, fünf Tage.

00:49:31: Und ja, unheimlich viel gesprochen.

00:49:33: Und es war wirklich, hat super, super Spaß gemacht, ja.

00:49:36: Hat wirklich super, super Spaß gemacht.

00:49:38: Und es war nicht einfach in einem ganz anderen Land, ganz anderen Rumpfeln, ganz anderen Möglichkeiten, die du da hast.

00:49:44: Aber trotzdem mit kompetenten Menschen zusammenzuarbeiten, ein Team zusammenzustellen.

00:49:49: Und da ist die Freude erst mal richtig aus einem ausgegangen.

00:49:51: Ich glaube, das war der richtige Weg so.

00:49:53: Und mir war es auch nicht so wichtig, ob das jetzt in Deutschland ist.

00:49:55: Du musst jetzt in der Bundesliga sein.

00:49:57: Und als der VfB-Anruf kam, natürlich, der Jochen Schneider mich angerufen hat vom VfB, hat gesagt, du, der Haustel geht nach Schalke.

00:50:04: Wir würden gerne mit dir sprechen, ja.

00:50:06: Ja, dann hast du schon ein bisschen Gänsehaut gehabt.

00:50:10: Dann hast du gesagt, du kannst mir

00:50:11: vorstellen.

00:50:12: Ja, dann kam wieder der Stuttgarter Junge durch, der Kanzstabber, der dann gesagt hat, ja, das wär's doch.

00:50:18: Ja,

00:50:19: das hast du dann auch geschafft.

00:50:21: Warst dann dort.

00:50:23: und trotzdem so, wenn ich auch die Frankfurt der Zeit nehme, ist die gefühlt so die wichtigste Zeit, weil es irgendwie auch der Titel war, weil es irgendwie eine ganz besondere Konstellation war, weil es so unerwartet dieser Weg auf einmal von Eintracht Frankfurt begonnen hat, der immer noch nicht zu Ende ist.

00:50:41: Ja, absolut.

00:50:43: Erst mal die VfB-Zeit war für mich insgesamt wichtig.

00:50:46: Die war wichtig, aber ich habe natürlich auch im Nachgang, wenn ich überlege, ich habe in vier Jahren drei Präsidenten gehabt, immer einen anderen Weg.

00:50:53: Und irgendwie habe ich durch diesen Dschungel es doch geschafft, zu manövrieren, dass wir nicht absteigen, dass wir immer irgendwie die besten Spieler verkaufen.

00:51:01: Man weiß, wir tolle Spieler, wir hatten ja auch junge Spieler.

00:51:03: Man die Toni Rüdiger, die Timo Werner, die Joshua Kimmichs, etc.

00:51:07: Alles, was ich Semikedira verkaufe, Trani Kedira war da.

00:51:11: Da waren ja, das war ja, Bernd Lehner verkaufen müssen, weil wir einfach das Geld brauchten und so.

00:51:16: Da waren ja, das sind ja Wahnsinn, was für Kicker da war.

00:51:20: Und da freu ich mich uns nie zusammenhalten, weil jemand sagt, hey, du weißt ja, wir müssen die schwarze Null schreiben.

00:51:26: Und ich war nur am Kaufen verkaufen und vor allem am Verkaufen, vor allem.

00:51:30: Irgendwie alles zu retten, weil der Verein über seine Verhältnisse gelebt hat davor und auch dann kurzzeitig danach.

00:51:39: Aber für mich war es trotzdem spannend.

00:51:41: Das Ende war nicht schön, also nicht elegant gemacht von der Spitze her, weil da einfach auch zu viele dabei waren.

00:51:49: Und nochmal, ich war dann irgendwann, ich war auch kaputt, dann irgendwann, weil diese Kämpfe, die ist auch um mich herum, nicht wegen

00:51:56: mir, insgesamt auch gar,

00:51:59: die haben dich einfach müde gemacht.

00:52:02: Und dann komme ich nach Frankfurt.

00:52:03: Und in Frankfurt habe ich einen großen Widerstand erlebt erst mal, weil keiner Ja, warte mal, was will der aus Stuttgart jetzt da?

00:52:09: Der hat ja gar nichts geschafft.

00:52:11: Bleibt fort, heißt das ja auch hessisch, sagt

00:52:13: man.

00:52:13: Ja, genau.

00:52:15: Aber nochmal, auch gar was mir eigentlich egal, weil, wie bin ich dazu gekommen?

00:52:22: Ich saß mit Wolfgang Stäubing dann irgendwann mal zusammen, der mich angerufen hat.

00:52:25: Ich war nicht, ich habe keinen Headhunter gehabt oder sowas, keinen Headhunter hat mich kontaktiert oder so.

00:52:30: Dann hat man ja auch mit ihn ins Boot geworfen und Wolfgang Stäubing, dann genau dieser Mensch.

00:52:37: Der auf das ganze Zeug drumherum da gar nichts hält.

00:52:40: Mit Headhunter hin und her rum und der weiß sowas ist in der Wirtschaft vielleicht manchmal wichtig.

00:52:45: Aber er spürt halt dann auch, wer klar zu ihm ist, ehrlich zu ihm ist und ist auch noch ein bisschen einer dieser, ja klar, er ist älter.

00:52:53: Aber ich mag diese Generation.

00:52:55: Diese Generation hat etwas und die steht auch.

00:53:00: Wir haben uns unterhalten und es war wirklich, es hat keiner mitbekommen, aber auch gar keiner.

00:53:05: Erst als dann später ich dann natürlich in den größeren und dann mit Aufsichtsrat den Ganzen und so.

00:53:10: Dieser Mensch hat mir eine Sache ermöglicht.

00:53:15: Er hat mir den Rücken frei gehalten, in dem was ich tue.

00:53:18: Kommst du auch, wenn wir in die zweite Liga gehen?

00:53:20: So eigentlich natürlich komme ich.

00:53:22: Aber nur wegen dir.

00:53:25: Und gut, sie haben die Religation geschafft.

00:53:29: Ganz knapp gegen Nürnberg.

00:53:33: Und dann ging es los.

00:53:34: Und dann hat man mir auch von vornherein gesagt, pass auf, du hast mit der ganzen Mannschaft, was du zweieinhalb Millionen zu investieren.

00:53:43: Zweieinhalb

00:53:44: Millionen.

00:53:45: Nicht vergessen, zweieinhalb Millionen zur Verfügung.

00:53:48: Dann habe ich gesagt, das wird so lustig.

00:53:50: Jetzt hatte ich treue Weggefährten natürlich auch den einen oder anderen.

00:53:53: Es ist ja nicht so, dass ich immer überall Leute mitgenommen habe, wie auch immer, aber ich wollte unbedingt Ben Manga natürlich auch haben dazu.

00:54:00: Ich hatte einen tollen Trainer mit Nico Grobertsch, mit dem ich selbst zusammengespielt habe, den ich unheimlich schätze, auch als Mensch.

00:54:06: Nicht nur als Trainer, vor allem auch als Mensch.

00:54:08: Und da haben wir gesagt, okay, jetzt müssen wir halt Wagenburg.

00:54:11: Und wir müssen gucken, dass wir gestrandete Spieler holen, Spieler mit Hoffnungen, viele Leiden machen, dass wir müssen Risiken eingehen.

00:54:20: Aber wenn wir geschlossen als Teamagieren können, wenn ich meine Ruhe habe drum herum und ihr in Ruhe arbeiten könnt, dann können wir für unsere Verhältnisse langsam wachsen, organisches Wachsen.

00:54:33: Und da habe ich organisches Wachstum das erste Mal richtig erlebt.

00:54:37: Wenig Mitarbeiter.

00:54:38: Also das war wirklich, mein, du kennst das wahrscheinlich auch noch, da war ja Medienabteilung zwei Leute gefühlt.

00:54:45: Leute sind was weiß ich, dreißig.

00:54:47: Ja,

00:54:48: bis zehn Vater gestiegen.

00:54:50: Genau,

00:54:50: genau.

00:54:50: Also man hat wirklich, man hat wirklich immer von dem gelebt, was man wirklich auch hat ab Ende des Tages auch nur versucht, das Beste draus zu machen.

00:54:58: Das Team auch immer überweitert und immer mehr professionalisiert.

00:55:02: Und ich hatte komplett meine Ruhe, diese Dinge zu tun, weil ich auch zwei unfassbar gute Trainer hatte.

00:55:11: Ja, mit Nico Kurbatsch, der dann nach dem Pokalsignach München gegangen ist, und vor allem auch Adi Hütter.

00:55:16: Klar.

00:55:17: Ich hatte mit Bruno Hübner einen sehr erfahrenen Sportdirektor, der das auch mit den Trainern zusammen immer sehr, sehr gut abgearbeitet hat auch.

00:55:26: Ja, ich konnte mich auf die andere Dinge dann mehr konzentrieren dann auch.

00:55:30: Und die Abteilungen sind gewachsen.

00:55:32: Und Eintracht wurde Sexy dann auch in den Jahren natürlich auch.

00:55:35: Und sympathisch auch.

00:55:40: Wir sind riesigen eingegangen.

00:55:43: Im Nachhinein muss man mal denken, warum habe ich den eigentlich geholt?

00:55:45: Und es hat trotzdem geklappt.

00:55:46: Aber irgendwie hat man die Jungs zum Packen bekommen.

00:55:50: Und nochmals, der entscheidende war die Geschlossenheit.

00:55:52: Auch im Vorstand.

00:55:54: Axel Helmer und ich werden nie die größten privaten Freunde werden.

00:55:58: Weil wir vielleicht mal unterschiedlich sind in vielen Sachen.

00:56:01: Aber für die Sache, und das halte ich immer immer hoch, dann sind wir immer durchs Feuer gegangen zusammen.

00:56:07: Und auch Oliver Frankenbach, der ein Überrag des CFO war, noch nie einen besseren erlebt, noch nie einen besseren.

00:56:14: Wir haben es geschafft zusammen mit dem Aufsichtsrat, der dann auch geschlossen war.

00:56:18: Da waren ganz viele am Anfang dabei, die mich überhaupt nicht haben wollten.

00:56:22: Und am Ende war es dann so, So zwischendrin macht es dann so, dass ich mir mal gedacht habe, ich könnte jetzt sagen, ich hol dich jetzt noch mal.

00:56:30: Und ich habe jetzt jemanden.

00:56:32: Und den hole ich jetzt als Spieler, der immer nachgefragt ist, ob er ein rechter oder linker Fuß hat.

00:56:39: Das ist auch nicht richtig.

00:56:40: Das ist auch nicht richtig.

00:56:41: Sollten sie auch nicht machen.

00:56:42: Aber es war so, es war so, dass es eine verschworene Gemeinschaft war.

00:56:47: Und dass wir immer wussten, wo wir kamen und dass wir sehr hart arbeiten müssen, damit wir immer ein Stückchen weiterkommen.

00:56:56: Und diese Stückchen wurde natürlich dann immer sehr schnell größer, größer, größer, größer.

00:57:01: Und nochmal, der Erfolgsgeheimnis war die Geschlossenheit aller Alphatiere, die es da auch gab.

00:57:09: Und diese Alphatiere haben im richtigen Moment die richtigen Entscheidungen für die Sache, die entscheidend getroffen ist, ego zurückgestellt.

00:57:16: Also dieses am Ende... Und

00:57:17: das ist etwas, was ich glaube, so kannst du Erfolg hinbekommen.

00:57:21: Das muss schaffen.

00:57:23: Vertrauen.

00:57:24: Vertrauen und Zusammenhalt.

00:57:26: Und wenn du verschiedene Vereine jetzt unter die Lupe nimmst und das an den Kriterien malen müsst, dann merkst du, ja, also da fehlt es vielleicht an gegenseitigen Vertrauen und an dieser Geschlossenheit.

00:57:41: Weil der Egoismus auf dem Weg steht.

00:57:43: Genau.

00:57:43: Ist das der Weg auch natürlich für dich jetzt auch in der Rolle bei Lege?

00:57:47: An sich grundsätzlich, wenn du in so ein System reinkommst, in eine betriebliche Verfasstheit, dass du erstmal schaust, Vertrauen herzustellen, die Leute auf Linie zu bekommen, Linie nach außen geschlossen, nach innen natürlich auch divers.

00:58:03: Aber das ist dann so die Hauptaufgabe, die auch erst mal dann zufällt, oder?

00:58:07: Ja, im Endeffekt ein bisschen anders als in Deutschland.

00:58:10: Das ist nicht so, dass ich ganze Zeit nur mit der ersten Mannschaft bin, sondern auch viele andere Sachen, die ja vorantreibt, was mir total Spaß macht natürlich auch.

00:58:18: Und ich bin das sehr eng mit dem Eigentüber natürlich verbunden.

00:58:23: mit dem ich sehr viel Rücksprache halt, eigentlich auch täglich spreche über viele Themen, weil er einfach möchte, dass dieses System besser ins Laufen kommt.

00:58:32: Jetzt stehen wir sportlich gerade nicht gut da.

00:58:34: Gerade in der ersten Mannschaften haben wir wirklich eine sehr schwierige Phase.

00:58:38: Drei wunderschöne Monate gehabt und jetzt bin ich zwei Krause, haben wir Monate gehabt, kein Spiel gewonnen.

00:58:44: Und dann merkt natürlich auch, dass dann Kräfte herrschen.

00:58:47: Und ich finde es wieder spannend wieder.

00:58:49: Ich finde es wieder spannend.

00:58:50: Weil ich dann einfach wieder dieses Gefühl habe, okay, jetzt zeigt sich, ob der Feind geschlossen ist oder nicht.

00:58:56: Egal, wie viel Widerstände da sind.

00:58:57: Egal, wie viel böses Bundes von außen gibt auch.

00:59:01: Und wie viel Helme vielleicht dazu kommt.

00:59:03: Jetzt müssen wir die richtige Schritte machen.

00:59:05: Und das ist etwas, wo ich dann wieder richtig Spaß daran habe und Freude daran habe, dies zu tun.

00:59:12: Und hoffe natürlich auch im Sinne des Vereins.

00:59:16: Im Sinne des Vereins auch, ganz wichtig, man weiß ja, man wird vielleicht hier nicht zehn Jahre sein.

00:59:21: Man ist vielleicht wieder nächstes Jahr weg oder wie auch über.

00:59:23: Es geht ja alles schnell im Fußball.

00:59:25: Aber in der Zeit, wo ich da bin, möchte ich das optimale und meine ganze Erfahrung jedem Mitarbeiter auch weitergeben.

00:59:31: Und wir haben viele Abteilungen umstrukturiert.

00:59:34: Man musste nicht jetzt hier viel raustun, sondern man muss Halente entdecken, die vielleicht schlummern irgendwo bei einem.

00:59:41: Und ich habe es gerade im Scouting-Bereich gerade auch gesehen und auch da Interviews geführt mit allen Mitarbeitern.

00:59:49: Und das war eine große Freude.

00:59:50: und da hast du auch wirklich gesehen, da waren Menschen auf Positionen, die waren unterfordert.

00:59:55: Die haben viel mehr in sich drin.

00:59:57: Und wenn du siehst, wie sie jetzt blühen dann auch, das kriegt man auf dem Fußballplatz nicht.

01:00:01: Aber insgesamt für die Organisation des Spiels,

01:00:04: also der Mannschaft,

01:00:05: drum herum ist es, glaube ich, ganz, ganz wichtig, dass du da richtig gute Leute noch wirklich hast.

01:00:10: Absolut, die

01:00:10: zu sehen.

01:00:11: Diese Jungs im Endeffekt auch führen dann am Ende des Tages.

01:00:14: Klar.

01:00:14: Und führen, dass sie sagen, ich bin in einem tollen Verein, woher hier kann ich alles, ne?

01:00:20: Und ich kann hier richtig wachsen und der Verein wächst automatisch dann

01:00:23: damit.

01:00:25: Ja, wir sind ja schon weit über der Zeit, über die versprochene, die letzte Frage, Fredy, will ich Sie trotzdem noch mal stellen?

01:00:33: Es sind eigentlich zwei.

01:00:34: Die erste Frage kommt jetzt ganz aus der... Hüfte geschossen für dich wahrscheinlich.

01:00:39: Mit wem würdest du denn gerne mal essen gehen?

01:00:43: Eine Person, die du dir so wünschen könntest, die du nicht kennst.

01:00:54: Gibt es jemanden, wo du sagst, den finde ich spannend, sie finde ich spannend?

01:00:58: Ich würde mich, mich würde, im Liebsten, das habe ich auch früher schon gesagt.

01:01:02: Also ich bin ja auch ein großer Basketball Fender.

01:01:05: Auch Football natürlich und so, aber trotzdem Basketball war immer so mein Ding.

01:01:10: Mich würde schon viele Doku's auch gesehen.

01:01:15: Michael Jordan hat mich immer fasziniert.

01:01:17: Nicht nur als Spieler, sondern auch was Abseits des Platzes, was er es gesagt hat, wie er es gesagt hat, wie seine Transformation auch war als vom Spieler dann zum Funktionär oder zum Geschäftsmann und wie auch immer.

01:01:30: Ich glaube, das ist schon ein spannendes Leben, was der Typ hat.

01:01:34: Und frutes Leben, man ja gar mehr auf viele andere Sachen und sowas auch.

01:01:36: Das war immer so, wo ich gesagt habe, natürlich gibt es auch Menschen, in der ein Obama würde ich ja mal sprechen, das ist ja klar.

01:01:43: Jeder hat so, man lust auf solche Größen, wo du sprechen kannst, oder sei das in Deutschland sein kannst.

01:01:49: Nachfragen kannst, ja.

01:01:51: Nachfragen

01:01:51: kannst, genau, absolut.

01:01:54: Aber der erste, der dir eingefallen ist, ist Michael Jordan, sozusagen, mit dem mal ein paar Stunden sich austauschen, ist angekommen.

01:02:01: Und wer wäre denn derjenige oder diejenige, die du kennst, der du mal begegnet bist, dem du mal begegnet bist, mit dem du morgen Abend dich gerne verabreden würdest?

01:02:13: Weil du immer gerne wiedersehen wirst, oder sie?

01:02:17: Ich sehe die alle wieder gerne, mit meiner Meinung nach.

01:02:19: Ich kenne auch mal die, die ich kenne, damit ich nicht zusammen bin.

01:02:22: Das sind immer ...

01:02:24: Wenn du da so eine Maschine hättest und kannst dich immer...

01:02:27: Es ist schwer zu sagen und für mich jetzt wirklich, das ist jetzt... Einerseits würde ich wieder mal gerne meine zwei Jungs treffen, aus der Stuttgarter Zeit, dass wir drei zusammen hocken, einfach wieder Spaß haben.

01:02:37: Das haben wir ab und zu ja auch.

01:02:38: Genau, quasi mir aber.

01:02:40: Wir leben halt in drei verschiedenen Welten ungefähr.

01:02:42: Der eine in der Bayernwelt, der andere in Bulgarien, ich hier.

01:02:45: Und ab und zu kommen wir mal zusammen und es ist unfassbar schön immer, wenn wir zusammen sind.

01:02:51: Aber genauso freue ich mich auch immer, Menschen zu treffen, auch Trainer zu treffen, mit denen ich zusammen gearbeitet habe, die ich schon lange nicht mehr gesehen habe oder wo der Kontakt ein bisschen durch den Job natürlich auch ein bisschen verloren geht.

01:03:05: Das ist ganz klar, also das sind alles faszinierende Menschen.

01:03:08: Mit

01:03:08: wem hast du denn so das?

01:03:09: Größte Band gehabt als Spielertrainer?

01:03:12: Hast du da einen Trainer mit dem Besonderes Band geherrscht hat?

01:03:17: Wer mich lange geprägt hat, war und mir immer viel geholfen, war früher Lorenz Gündo Kestner gewesen.

01:03:22: Der war immer ein Trainer in den zweiten Liga.

01:03:24: Und selbst so, wir haben immer, da war er nur in der Haching, da war er aber Wolfsburg lange auch und so.

01:03:30: Und der hat mir unheimlich vieles auch immer für das Leben auch mitgegeben, auch wenn ich mit ihm gesprochen habe und so was.

01:03:38: Erfahre eine gute Sache, die er als junger Spieler mitgegeben hat im Endeffekt auch.

01:03:44: Er hat mich geglaubt damals auch bei den Kickers.

01:03:46: Und bei dem habe ich einen Riesensprung gemacht damals, wo er Trainer war.

01:03:50: Und der war für mich schon jemand, wo ich sage, toller Mensch, wirklich toller Mensch, klare Kante.

01:03:57: Aber also unheimlich ehrlich und hat ein Gefühl für Menschen.

01:04:05: Hat mir unheimlich viel gegeben.

01:04:07: Viele kennen den vielleicht gar nicht mehr erst heutzutage.

01:04:09: Aber ich glaube, die einen kennen schon.

01:04:11: Doch, doch.

01:04:13: Toller, wirklich, also ganz, ganz, ganz spannender Mensch und wirklich immer eine herausragende Persönlichkeit.

01:04:19: Habe ich schon lange nicht mehr gesehen, mit dem würde ich jetzt zum Beispiel hören.

01:04:22: Jetzt, weil du mich gefragt hast, mit dem würde ich mal wieder ganz zusammenbrocken länger.

01:04:28: Freddy, und da fallen die jetzt in Nacken bestimmt noch ganz, ganz viele andere ein.

01:04:33: Waschau, kann man auch sehr, sehr gut essen gehen.

01:04:35: Also von daher, an Lokalitäten würde es nicht fehlen.

01:04:39: Vielen, vielen Dank, dass du mit mir ein bisschen Überstunden gemacht hast.

01:04:43: Extra Time war super spannend.

01:04:45: Fredia hast eine schöne Mischung gehabt, einfach zwischen dein Erlebnis als Spieler, aber auch so als Führungskraft, als Liedergedacht, spannende Einblicke.

01:04:52: Und ja, großen Dank dir viel Erfolg fürs neue Jahr, für das Jahr für das Jahr für das Jahr für das Jahr für das Jahr für das Jahr für das Jahr für das Jahr für das Jahr für das Jahr für das Jahr für das Jahr für das Jahr für das Jahr für das Jahr für das Jahr für das Jahr für das Jahr für das Jahr für das Jahr für das Jahr für das Jahr für das Jahr für das Jahr für

01:05:01: das Jahr für das Jahr

01:05:02: für das Jahr für das Jahr für das

01:05:03: Jahr für das Jahr für das Jahr für das Jahr für das Jahr für das Jahr für das Jahr für das Jahr für das Jahr für das Jahr für das Jahr für das Jahr für Bis bald.

01:05:06: Ciao.

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